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Die Vogelbrut ist noch nicht vorbei

NABU Hessen bittet mit dem Heckenschnitt noch zu warten

Wetzlar – Mit den milden Temperaturen startete die Vegetationszeit in diesem Jahr sehr früh und so manch eine Hecke hat inzwischen eine beachtliche Größe erreicht. Trotzdem bittet der NABU Hessen darum mit dem Rückschnitt der Hecken und Sträucher noch einige Wochen zu warten. Denn für viele Vogelarten ist die Fortpflanzungszeit noch nicht vorbei. Bis Ende Juli brüten viele Singvögel im Schutz des dichten Blattwerks in Gärten und Parkanlagen. Durch Schnittmaßnahmen können sie so stark gestört werden, dass sie ihre Brut aufgeben. „Durch den frühen Saisonstart haben einige Vögel bereits eine erste Brut durch und sitzen inzwischen schon auf dem zweiten Gelege. Wer jetzt seine Sträucher schneidet, riskiert das Leben der kleinen Nestlinge“, erläutert Kathrin Kaltwaßer vom NABU Hessen. „Auch finden Beutegreifer die Nester mit den Jungvögeln viel einfacher, wenn schützende Zweige weggeschnitten werden.“

Den NABU erreichen immer wieder Anrufe besorgter Bürger*innen, die von teils radikalen Heckenschnitten während der Brutzeit berichten. „Es gibt immer wieder Schilderungen von tot aufgefundenen Jungvögeln unter frisch gestutzten Hecken“, so die Biologin Kaltwaßer. Es könne nicht angehen, dass Hecken und Gebüsche ohne jede Rücksicht kahlgeschoren würden. „Auf jeden Fall gehört vor dem Schnitt eine intensive Suche nach belegten Nestern in den Sträuchern dazu“, erklärt Kaltwaßer. Heckenabschnitte mit einem bewohnten Vogelnest dürften nicht oder nur sehr vorsichtig beschnitten werden.

Gesetzlich muss jede*r vor einem Heckenschnitt darauf achten, Vögel und andere wildlebende Tiere nicht mutwillig zu beeinträchtigen und ihre Lebensstätten nicht zu zerstören. „In der Zeit von März bis Ende September darf nur der Jahreszuwachs von Hecken und Gebüschen entfernt werden. Das Abrasieren ganzer Hecken ist in dieser Zeit verboten“, so Kaltwaßer. Die Artenschutz-Bestimmungen des Hessischen Naturschutzgesetzes gelten nicht nur für die freie Landschaft, sondern auch für Gärten und andere Grünflächen in Dörfern und Städten.

 

Haben Sie einen hilflosen Jungvogel gefunden?

Ab Mitte Mai bis in den Juli hinein ist es nicht ungewöhnlich, dass man am Haus oder im Garten auf junge Vögel trifft, die scheinbar verlassen und hilflos erscheinen, zumal sie nicht flüchten wollen. Der Tierfreund möchte dann helfen, aber in den meisten Fällen ist das gar nicht nötig, denn es handelt sich um einen ganz natürlichen Vorgang. Würde man den Jungvogel aufnehmen und von seinem Platz entfernen, könnte es für ihn das Ende bedeuten. Der Kontakt zu seinen Elterntieren würde abgebrochen und der Vogel wäre völlig hilflos. Normalerweise sind die Alttiere in der Nähe der Jungen, verhalten sich aber dabei sehr heimlich. Daher sollte das erste Gebot heißen: Störungen von dem Jungtier fernhalten, Katzen als die größte Gefahr für die Jungvögel aussperren, Kinder aufklären, dass sie das Vögelchen nicht aufnehmen sollen. Sollte der junge Vogel direkt gefährdet sein z.B. wenn er auf der Straße sitzt, dann soll man ihn nur in der Nähe in Sicherheit bringen.

 Am Beispiel des Hausrotschwanzes kann man zeigen, wie die Natur spielt und für ihren Nachwuchs sorgt. Diese Art ist als Gebäudebrüter weit verbreitet. Ihren flüggen Jungen begegnet man daher auch häufiger. Nach der Heimkehr aus dem Winterquartier und der Paarungszeit beginnt das Brüten etwa Mitte April. Es dauert 14 Tage. Dann schlüpfen die Jungen und es folgen 14 bis 17 Tage Nestlingszeit. Beide Eltern füttern die meist 4 Jungen, die schnell heranwachsen und bald ein jugendliches Federkleid bekommen: noch kurze Flügel, Stummelschwanz und noch Reste von Flaumfedern .Jetzt veranlassen die Alten ihre Jungen das Nest zu verlassen. Da sie noch nicht richtig fliegen können, hat die Natur sie zum Schutz vor Fressfeinden mit einem meist erdfarbenen Tarnkleid und einem möglichst unauffälligenVerhalten ausgestattet z.B. durch bewegungsloses Verharren auf der Stelle und Fühlungslauten, die kaum hörbar und schwer zu orten sind. Dabei haben die Altvögel stets Kontakt zu ihren Jungen und füttern sie heimlich und rasch, damit sie vor Feinden unbemerkt bleiben. Diese Zeit ist die Führungszeit. Bei Singvögeln ist sie nur kurz, wenige Tage. Die Jungen lernen, ihre Nahrung zu finden. Für sie ist es die gefährlichste Zeit ihres Lebens. Oft überlebt nur eines von 4 oder 5 Nestgeschwistern. Man sollte also alle Störungen meiden. Rotschwänze beginnen nach dem Ausfliegen sofort wieder mit dem Nestbau für eine 2. Jahresbrut.

Das ist in der 2. Maihälfte der Fall. Bei verzögertem Brutbeginn durch Schlechtwetterperioden oder Verlust des ersten Geleges kann es auch später sein.

 Meist sind also die Findlinge gar nicht hilflos, sondern gerade fit fürs Überleben in der Natur.

Es kann aber auch mal sein, dass man ein wirklich schwaches, zurückgebliebenes Vogeljunges findet, etwa ein noch nacktes Junges, das aus dem Nest gestoßen worden ist. Ein solches junges aufzunehmen und es aufzupäppeln, kann nur erfahrenen Vogelpflegern empfohlen werden. Es bedarf dazu spezieller Nahrung, ununterbrochenes Füttern von früh bis spät, Nestwärme und Schutz vor Parasiten. Sollte es schließlich gelingen, so ist der Vogel auf den Menschen geprägt und findet sich in der freien Natur nicht mehr zurecht. Deshalb sollte man diese Jungen besser dem natürlichen Gang der Dinge überlassen. Die Natur produziert ja einen Überschuss, damit auch Nahrung für andere Lebewesen im großen Gefüge der lebendigen Schöpfung da ist.

 Noch einmal das Wichtigste in Kürze:

-Flügge Jungvögel nicht aufnehmen, sondern dort belassen, wo man sie gefunden hat.

-Störungen und Gefährdungen fernhalten.

-Abstand halten und nicht ständig nachsehen, da es die Altvögel irritiert.

 

Die Stunde der Gartenvögel 08.-10. Mai 2020

vom 08.bis 10. Mai Mai findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

Unsere Stunde der Gartenvögel hatte in den vergangenen Jahren starke Teilnehmerzuwächse zu verzeichnen. Je mehr Menschen teilnehmen, umso aussagekräftiger sind die gewonnenen Ergebnisse.

In diesem Jahr erwarten die Ornithologen des NABU die neuen Gartenvogeldaten mit besonderer Spannung und Sorge. Eine der häufigsten und beliebtesten Arten, die Blaumeise, ist derzeit in Teilen der Republik durch ein auffälliges Massensterben aufgrund einer bisher unbekannten Krankheit bedroht. Innerhalb von nur sechs Tagen über das Osterwochenende haben wir bereits 10.000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Meisen erhalten. Die kommende Zählung im Mai wird uns Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen in den besonders betroffenen Gebieten widerspiegelt.

Viele Menschen haben in den letzten Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur vor Ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt. Gartenvögel wie bei Blaumeise haben dabei in diesem Frühling sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit erfahren als in anderen Jahren. Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt. Wer mehr Natur in seinem Umfeld erleben und Gartenvögeln helfen möchte, sollte seinen Hof oder Garten zum Mini-Naturschutzgebiet machen. Schauen Sie auch nach den Tipps für einen vogelfreundlichen Garten.

 

Unser Jahresprogramm 2020

Unsere Exkursionen - Teilnehmer willkommen

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Jeweils am 1. Montag des Monats um 19.00 Uhr finden Monatstreffen der NABU Gruppe Bensheim/Zwingenberg statt und zwar im Caritaszentrum/Franziskushaus, Klostergasse 5a

Bensheim. Sie werden jeweils im Vereinsspiegel des BA angekündigt.

 

 

Die Stunde der Wintervögel

In der Zeit vom 10. -12. Januar 2020 eine Stunde lang im Garten, auf dem Balkon oder im Park Vögel beobachten und zählen. Bitte bis 20.Jan.2020 an NABU melden über: www.NABU.de/onlinemeldung oder per Postkarte an NABU. Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin.

 

 

 

Herbstzeit = Igelzeit

Igel im WaldNun wandern sie wieder und versuchen, sich für den Winter genügend Reserven anzufressen -- unsere Igel : Facts und Tipps zu Igeln.





 

Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche 

Schon 1998 Jahresvogel, sind ihre Bestände von Manfred Delpho.seitdem dramatisch gesunken, infolge der industriellen Landwirtschaft. Auch dieses Jahr sind kaum welche zu finden, wo sie früher häufig waren. Der Feldlerche zu Ehren hier u.a. Bilder und ein Gedicht ... 



 

Teich-Biotop am Schönberger Friedhof bleibt erhalten

Der Teich am Schönberger Friedhof ist ein wichtiges Biotop für Amphibien wie Ringelnatter und Feuersalamander.... und wird doch nicht zugeschüttet. Zu unserer Freude hat der Ortsbeirat Bensheim-Schönberg dies nun beschlossen. Dafür haben wir uns eingesetzt - denn das Biotop gilt als wertvoller Lebensraum geschützter Arten wie Ringelnatter oder Feuersalamander. Es wird sogar noch verbessert...

 

Insektenfreundliche Grünflächen und Blühstreifen

wie geht's ?                                            Wiesensalbei 2017-05-24 um 23.34.04 - Orig.jpg

Unsere heimischen Insekten sind überwiegend durch die industrielle Landwirtschaft (s.o. GAP) stark zurückgegangenen. 
Die Tierchen sind wichtig für die Bestäubung, und auch unsere Vögel benötigen sie dringend als Nahrung.

Sie brauchen heimische, und zwar regionale,  Blühpflanzen als Futterquelle. Hierzu hat uns am Donnerstag, 25.10.2018 ein ausgewiesener Experte, Dr. Walter Bleeker, Auskunft gegeben. 

 

Naturwaldbeschluss für's Erlachwäldchen - ein Erfolg für NABU und BfB 

Endlich ist's geschafft: das Erlachwäldchen 2009_036_35A.JPGErlachwäldchen darf wieder NATÜR-lich werden !